Ringtennis im Saarland


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E inführung

Je nachdem welche Altersgruppe betreut wird, muss das Vorgehen beim Erlernen der Technik darauf abgestimmt werden. So ist es sinnvoll bei Kindern bis 10/11 Jahre eine spielerische Variante zu benutzen, wie z.B. "Fechten" zum Erlernen der Lauftechnik nach hinten.Bei Jugendlichen ist dies nur noch teilweise sinnvoll. Hier wird man je nach Interesse und Verständnis ein deduktives oder induktives Lernen benutzen.

Die Phasen
Phasenmodell

Es gibt vier Phasen beim Bewegungsablauf:

Des Weiteren unterscheidet man vier Grundsituationen. Während jeder dieser Elemente kann ein Fehler auftreten, der direkt zur Aufgabe führt.

Aufgabe: Sie stellt den Anfang eines neuen Spielzuges dar (Spezialfall: Spielbeginn).

Fangen: Der gegenüber stehende Spieler begibt sich aus der Ausgangsstellung in die Fangstellung mittels der Lauftechnik. Das Ziel des Fangens ist die Ringsicherung und das Einleiten einer Re-Aktion.

Führen: Ringführen ist die Phase zwischen Fangen und Abwurf. Die Bewegungsrichtung des Ringes wird durch einen kontinuierlichen Armkreis erwirkt.

Werfen: Man unterscheidet vier Wurfarten. In der Wurfauslage wird dem Ring Flugrichtung, Fluglage sowie Drall mitgegeben.

Genaueres zu den Einzelelementen:

Fangen
Bei allen Beschreibungen wird ein Rechtshänder betrachtet!

Um hochfliegende Ringe zu fangen, wird der rechte Arm weit nach hinten über dem Kopf gestreckt. Gleichzeitig wird der rechte Fuß einen Schritt nach hinten gesetzt und die Hüfte abgedreht. Der vordere Fuß bleibt dabei auf dem Boden. Der Kopf wird ebenfalls gedreht und der Blick ist auf die Fangposition gerichtet.

Übung: man stellt sich vor, dass der linke Fuß am Boden angeklebt ist, Ringe dann so zuwerfen, dass durch Abdrehen der Hüfte der Ring noch gefangen werden kann.

In der Regel muss jedoch erst in die Position gelaufen werden, an der der Ring wahrscheinlich niederfällt. Hierzu wird die oben erwähnte (Fechter-) Lauftechnik benutzt, d.h. bereits in der Ausgangsposition ist der rechte Fuß etwas nach hinten versetzt. Dann wird durch Nachstellschritte in die Fangposition gelaufen. Wird der Ring jedoch extrem auf die linke Seite („ins Kreuz spielen") geworfen, muss zuvor eine Körperdrehung von ca. 45° im Uhrzeigersinn erfolgen.
Um Ringe, die kurz hinter das Netz geworfen werden, zu fangen, wird ein Ausfallschritt nach vorne gemacht und die Hand weit ausgestreckt. Anschließend wird der hintere Fuß rangezogen und der gesamte Körper aufgerichtet bis das Kreuz gerade ist. Gleichzeitig wird der Arm nach oben, bis auf Schulterhöhe, geführt. Dies gehört bereits zur der Führungsphase.

Führen
Nach dem Fangen wird der Ring in einer Kreisbewegung bis auf Schulterhöhe gebracht. Dazu wird der Arm nach dem Fangen hinter dem Kopf weiter nach hinten bewegt. Befindet sich der Arm dann etwa neben dem Standbein, so werden ab diesem Zeitpunkt Arm und Bein synchron nach vorne weiterbewegt. Der Fuß der rechten Seite setzt einen Schritt weiter auf. Der Arm, der eng am Körper vorbei geführt wird, befindet sich dann in Schulterhöhe. Während der Führungsphase wird bereits die gegnerische Stellung analysiert um zu entscheiden welcher Wurf angewendet werden soll.

Werfen
Es werden grundsätzlich vier Wurfarten angewendet, wobei alle miteinander kombinierbar sind. Auch können alle Würfe kurz oder nach hinten geworfen werden.Es gibt:

Grundring
Teller- oder Flachring
Drallring
Passierring

Allen Würfen, außer dem Passierring, ist gemeinsam, dass sie sich im Bewegungsablauf bis zur Mitte der Abwurfphase nicht unterscheiden. Der Passierring hat bereits ab der Umkehrphase eine andere Stellung. Da er zu den fortgeschrittenen Techniken gehört, wird er an dieser Stelle nicht behandelt.

Der am leichtesten zu erlernende Wurf ist der Grundring.

Bildquelle: Lehrplan DTB 4: Sportspiele; Müller, BLV-Verlag