E inführung
Allgemeines
Ringtennis wurde 1927 von Herr Schneider in Karlsruhe eingeführt. Der damalige Bürgermeister entdeckte das Spiel während einer Schiffsreise, bei der auf dem Deck das seinerzeit bekannte „Decktennis" gespielt wurde. Er übernahm die Regeln mit kleinen Änderungen. Auch heute wird noch im wesentlichen nach diesen Regeln gespielt. Ringtennis ist im DTB (Deutscher Turnerbund) integriert und gehört zu den Turnspielen. Verschiedene Ligen (Bundes- und Regionalliga), Deutsche Meisterschaften und mehrere Altersklassen sind ähnlich anderen Sportarten organisiert.
In Südafrika wird seit vielen Jahrzehnten Ringtennis gespielt. Länderkämpfe zwischen Deutschland und Südafrika fanden schon öfters statt. Seit bekannt wurde, dass in Indien und wahrscheinlich auch in anderen Länder des Commonwealth Ringtennis gespielt wird, wurde der Kontakt intensiviert und führte Mitte 2004 zur Gründung des Weltverbandes Ringtennis.
Spielgedanke von Ringtennis
Der Leitgedanke ist, den Ring so plaziert über das Netz ins gegnerische Feld zu werfen, dass ihn der Gegener nicht fangen und zurückwerfen kann.
Die Anforderungen an einen Spieler sind vielfältig. Hervorzuheben sind Ausdauer, Reaktionsvermögen und Schnelligkeit. Daneben bietet Ringtennis eine Reihe von positiven Eigenschaften. Dazu zählen sehr geringe Verletzungsgefahr und eine gleichmäßige körperliche Belastung. Außer den motorischen Fähigkeiten ist das Erkennen der Spielsituation von entscheidener Bedeutung, da nicht nach Gewinnsätzen, sondern nach Zeit, gespielt wird.
Spielregeln
Es wird Einzel, Doppel und Mixed gespielt. Das Spiel wird mit der Aufgabe eröffnet, die hinter der Grundline auszuführen ist.
Wertung: Jeder Fehler bringt dem Gegner einen Vorteil und wird mit einem Punkt bewertet. Der Spieler (das Paar) der den Vorteil erzielt, gibt neu auf. Gewonnen hat wer die meisten Punkte in einer vorgegebenen Zeit erreicht hat (üblich sind 2x8 min).
Fehler
Netz: wenn der Ring oder der Spieler das Netz berührt
Wackelring: wenn der Ring nach dem Abwurf stark wackelt oder sich überschlägt
Außerhalb: wenn der Ring außerhalb des gegnerischen Feldes aufkommt
Innerhalb: wenn der Ring den Boden des eigenen Spielfeldes berührt
Berührt: wenn der Spieler den Ring zuletzt berührt und dieser außerhalb zu Boden geht
Dies sind die wichtigsten und auch einfachsten Regeln. zu erwähnen ist noch, dass mit derjenigen Hand geworfen werden muss, mit der gefangen wurde. Außerdem sind Täuschungen jeglicher Art (Mehrfachbewegungen u.ä) nicht erlaubt.
Bei Kinder kann man fast auf alle Regeln verzichten und dem Spieltrieb freien Lauf lassen, andernfalls ist das Interesse schnell verflogen. Nach und nach können mehr Regeln eingeführt werden. Da üblicherweise kein Ringtennisfeld vorhanden ist, kann auch ein Badmintonfeld benutzt werden.
Sonstige Anwendungsmöglichkeiten des Ringes
Der Ring läßt sich oft anstelle des Balles im allgemeinen Sportunterricht nutzen. Staffelspiele, Zielwerfen in den Korb oder Kasten, Weitwerfen, Ringrugby, Gymnastik mit dem Ring, Spiele im Wasser und vieles andere mehr. Materialien dazu findet man unter Download.